Nachweis sedativ‐hypnotischer Wirkstoffe im Hopfen, 5. Mitt.

R. Wohlfart(Berliner Wasserbetriebe (Germany)), G. Wurm(Freie Universität Berlin), Rudolf Hänsel(Freie Universität Berlin), Hans Schmidt
Archiv der Pharmazie
January 1, 1983
Cited by 27

Abstract

Abstract Bei der Lagerung von Hopfen bildet sich aus Bittersäuren das sedativ‐hypnotisch wirksame 2‐Methyl‐3‐buten‐2‐ol. Der Mechanismus dieser Reaktion, die nur bei Gegenwart von Luftsauerstoff eintritt, wird untersucht und an einem Versuchsmodell gezeigt, daß die Oxidation durch OH‐Radikale induziert wird. Überschüssiges OH • kann 2‐Methyl‐3‐buten‐2‐ol zu Aceton umsetzen, was das Auftreten hoher Aceton‐Konzentrationen in altem Lagerhopfen erklärt. Im Gegensatz zu OH • sind weder Peressigsäure noch H 2 O 2 in der Lage Bittersäuren zu 2‐Methyl‐3‐buten‐2‐ol abzubauen. Die Konsequenzen, die sich aus der Reaktion von Bittersäuren mit Sauerstoffradikal‐Spezies für biologische Prozesse in Pflanze, Droge und Säugetierorganismus ergeben, werden diskutiert.


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